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![]() ![]() Grundlagen der Horizontal®-TherapieDie Grundidee der TherapieDie Grundidee der Horizontal®-Therapie (HT) basiert auf der Erkenntnis, dass elektrische Veränderungen im lebenden Gewebe immer mit biochemischen Veränderungen einhergehen und umgekehrt. Die elektrischen Eigenschaften der in Organismen anzutreffenden Substanzen bilden die Grundlage ihrer biochemischen Eigenschaften im Stoffwechsel.Bei der Entwicklung eines Erfolg versprechenden Therapieverfahrens sollen möglichst die natürlichen Vorgänge einer Zelle oder eines Zellenverbandes unterstützt werden. Dies geschieht am besten durch Zufuhr von elektrischer Energie, wie das bei der Elektrotherapie gemacht wird, oder durch Zugabe von chemischen Substanzen, wie dies bei der medikamentösen Therapie geschieht. Beide Therapiearten werden sehr erfolgreich eingesetzt, besitzen aber auch Bereiche, in denen sie sich noch erheblich verbessern können. "Idealtherapie"Für viele Krankheitsbilder wäre die ideale Therapie eine Kombination aus Elektro- und Pharmakotherapie, wobei die Nebenwirkungen, die besonders bei der Pharmakotherapie zu beobachten sind, möglichst ausgeschaltet werden. Eine weitere Forderung an eine solche Therapie ist die Möglichkeit, bioelektrische und biochemische Wirkungen gleichzeitig im Zellgewebe hervorrufen zu können. So könnten die natürlichen Vorgänge (Kommunikation, Koordination und Kooperation) in einer Zelle oder in einem Zellgewebe am besten unterstützt werden. Gesunde Zellen würden dabei gestärkt, kranke Zellen so weit wie möglich - wieder aufgebaut.Horizontal®-TherapieDie Horizontal®-Therapie wurde nach diesen Überlegungen entwickelt und kommt deshalb den Vorstellungen der Idealtherapie für einige Krankheitsbilder sehr nahe. Sie unterstützt die natürlichen Vorgänge in biologischem Gewebe, in dem simultan die bioelektrischen (Elektrotherapie) und die biochemischen (Medikamentöse Therapie) Abläufe gefördert werden.Bei der Horizontal®-Therapie treten nur sehr wenige Nebenwirkungen auf, die zudem leicht vermeidbar sind. Auf der anderen Seite ist der Horizontal®-Therapie bei der biochemischen Komponente im Vergleich zur Pharmakotherapie im Augenblick noch eine engere Grenze gesetzt. Deshalb wird bei einigen Krankheitsbildern eine moderate Kombination beider Therapieformen als sinnvoll erachtet. Andere Krankheitsbilder, wie z. B. die Gonarthrose oder radikuläre Syndrome sind eine Domäne der Horizontal®- Therapie, da hier die medikamentöse Therapie, zumal noch mit all ihren Nebenwirkungen, wenig ausrichten kann. Aber auch Schmerzzustände aller Art werden sehr erfolgreich behandelt. So wird berichtet, dass z. B. die Horizontal®- Therapie die Erfolge der Akupunktur oder der Krankengymnastik wesentlich gesteigert werden können, wenn die HT als so genannte Ganzkörperbehandlung zu Beginn der Sitzung für 10 Minuten durchgeführt wird. Die bisherigen, sehr überzeugenden Erfolge, die mit der Horizontal®-Therapie erzielt werden konnten, geben den obigen Überlegungen recht. Das Basis-Therapiekonzept der Horizontal®-Therapie ist die EDT: Elektrische Differential-Therapie 1999 wurde von Dr. A. Hansjürgens ein medizinisches Therapiekonzept entwickelt, welches sowohl die bioelektrischen als auch die biochemischen Vorgänge im Gewebe und in den Zellen berücksichtigt. Die EDT erfasst alle zurzeit bekannten therapeutischen Wirkungen (biochemisch und bioelektrisch), die mit elektrischen Feldern (elektromagnetische Schwingungen) im menschlichen Körper erzeugt werden können. Die EDT kennt zwei große Gruppen von therapeutischen Wirkungen: Die erste Gruppe beinhaltet die so genannten bioelektrischen Wirkungen. Diese Wirkungen werden von Aktionspotentialen hervorgerufen, die durch elektrische Reizung synchron in erregbaren Zellen entstehen. Bioelektrische Wirkungen:Wiederholte De- und Repolarisation (Aktionspotentiale) erregbarer Zellen haben Wirkungen zur Folge, die therapeutisch genutzt werden können. Diese bioelektrischen Wirkungen können in erregbaren Zellen nach dem Prinzip der funktionellen Nachahmung oder Ermüdung erzeugt werden.Funktions-Nachahmungsprinzip Das Funktions-Nachahmungsprinzip nutzt den normalen Frequenzbereich der physiologischen Entladungsraten zur Stimulation von Nerven und Muskeln. Die Frequenzgrenzen zwischen der Nachahmung und der Ermüdung sind für sympathische Nerven 10 Hz für die gestreifte Muskulatur 20 Hz und für die Mehrheit der sensorischen Nerven ca. 100 Hz. Funktions-Ermüdungsprinzip Das Funktions-Ermüdungsprinzip benutzt höhere Stimulationsfrequenzen, die oberhalb der oben benannten Grenzen der Nachahmung liegen. So werden die gegenteiligen Wirkungen der Nachahmung durch Ermüdung erzielt. Am Beispiel der Beeinflussung der Durchblutung sollen die Prinzipien der Nachahmung (Erzeugung einer Vasokonstriktion) und der Ermüdung (Erzeugung einer Vasodilatation) erklärt werden. Vasokonstriktion Die Blutgefäße werden vom Sympathikus innerviert, der mit Frequenzen zwischen 0 Hz und 10 Hz arbeitet. Die so genannte Ruhefrequenz ist 2 Hz. Es kommt zur Vasokonstriktion, wenn der Sympathikus mit 10 Hz gereizt wird und als Antwort 10 Aktionspotentiale erzeugt. Diese wandern zur Nervenendigung, wo es zur maximalen Freisetzung vom Neurotransmitter Noradrenalin kommt. Das Noradrenalin sorgt für eine Zusammenziehung der glatten Muskulatur, welche die Gefäße umschließt, wodurch die Gefäße mit dem Ergebnis der Vasokonstriktion verengt werden. Eine solche Erzeugung der Vasokonstriktion folgt also dem Funktions-Nachahmungsprinzip, da die natürlichen Frequenzen des Sympathikus zur Stimulation genutzt werden. Vasodilatation Um eine Vasodilatation zu erzeugen, kann das Prinzip der Nachahmung nicht eingesetzt werden, da es keinen Sinn machen würde mit 0 Hz zu stimulieren. Hier wird mit der Ermüdung gearbeitet, d. h. es wird mit 100 Hz bewusst eine wesentlich höhere Frequenz als 10 Hz eingestellt. Dies bewirkt über 100 Aktionspotentiale in der Nervenendigung eine zunächst zehnfach höhere Freisetzung von Noradrenalin, wodurch es kurzfristig zur Vasokonstriktion kommt. Aber schon nach kurzer Zeit ist die Nervenendigung leer (Ermüdung) und es kommt, wegen der nun fehlenden Freisetzung von Noradrenalin, zur Vasodilatation. Biochemische WirkungenIn der zweiten Gruppe sind alle biochemischen Wirkungen zusammengefasst, die nicht zu den bioelektrischen Wirkungen zu zählen sind. Diese Wirkungen werden durch biophysikalische Vorgänge z. B. Schüttel-, Torsions- und Oszillationsbewegungen (Abb. 1) von frei und nicht frei beweglichen Teilchen (Molekülen) - in erregbaren und nicht erregbaren Zellen und im Zellgewebe hervorgerufen und entwickeln so ihre biochemische Wirkkomponente (z. B. Konzentrationsveränderung von cAMP).
Zusammenstellung biochemischer Wirkungen 1. Indirekt stoffwechselerleichternde diffusionsfördernde Wirkungen durch einen elektrochemischen "Schütteleffekt" in der extrazellulären Matrix zwischen den Kapillaren und den stoffwechselmäßig zu versorgenden und zu entsorgenden Zellen, z. B. in Knorpel und Bindegewebe 2. Direkt stoffwechselerleichternde Wirkungen durch die Einflüsse der mittelfrequenten elektrischen Wechselfelder auf Enzyme und Substrate, so dass deren Begegnungswahrscheinlichkeiten an sich und ihre Begegnungswahrscheinlichkeiten in der richtigen Position erhöht werden. 3. Peripher schmerzlindernde Wirkung durch Verteilung und Verminderung der lokalen Konzentrationen von Schmerz- und Entzündungsmediatoren mittels des elektrischen "Schütteleffekts". 4. Rezeptoren der Zellmembranen beeinflussende, Hormone imitierende Wirkungen, z. B. Beeinflussung der Adenylcyclase und damit der cAMP-Bildung. Bahnende Wirkungen auf die interzelluläre elektrische und biochemische Kommunikation, bedingt durch Bevorzugung der Zell-Zell-Kanäle (gap junctions) beim Durchtritt der Ströme durch Zellverbände. 5. Förderung der interzellulären metabolischen Kooperation. 6. Förderung der interzellulären funktionellen Koordination. 7. Auslösung von Resonanzphänomenen in einem den so genannten "Wechselzahlen" vieler Enzyme entsprechenden Frequenzbereich, resultierend u. a. in anregenden Wirkungen auf Stoffwechselprozesse. Sonderfunktionen der HT:TEA (Transient Excitatory Activity), elektrische Blockade und SCAN
1. Im Bereich zwischen absoluter Erregungsschwelle und Dauerdepolarisationsschwelle (Nervenleitungs- Blockierungsschwelle) Auslösung flüchtiger exzitatorische Aktivität (englisch "transient excitatory activity", "tea") mit einem Entladungsmuster, das dem natürlichen Entladungsverhalten sehr ähnlich ist (Abb. 3), denn die Zellen bestimmen die Zeitpunkte des Auftretens von Aktionspotentialen selbst, d. h., sie werden ihnen nicht wie bei der traditionellen Reizstromtherapie einschließlich der transkutanen Nerven-Stimulation, TENS, reizfrequenzsynchron aufgezwungen.
2. Reversible, partiell dauerdepolarisierende Wirkungen auf erregbare Strukturen bei Applikation höherer Stromintensitäten, resultierend in: 3. Ein spezieller therapeutischer Vorteil der Horizontal®- Therapie -Geräte ist deren Scan-Einrichtung (Abb. 4), die von den Patienten als besonders angenehm und effektiver schmerzlindernd empfunden wird. Während die langsame, fein abgestufte Frequenzänderung der Trägerfrequenz einerseits dem Ziel dienen soll, peripher therapeutisch erwünschte Resonanzphänomene im zellulären und makromolekularen Bereich auszulösen, wird die im überschwelligen Bereich zu erwartende, oben erwähnte "flüchtige exzitatorische Aktivität" - TEA - subjektiv als repetitiv auftretende "abklingende Prickelempfindung" wahrgenommen. TEA wird zur zentralen Schmerzlinderung nach dem Gegenirritationsprinzip benutzt.
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